Tula mit „Mami“

Oktober 23, 2006

Endlich mal wieder ein Wochenendausflug!! Ja vergangene Woche war es soweit. Freitag nachmittag hatte Jean-Philippe Besuch von einem alten Freund, Pierre, aus den USA Besuch bekommen u abends haben wir ihm natürlich direkt das Nachtleben Mexiko Cities gezeigt.

Samstag morgen, 8.30 Uhr -Time to wake up!!

9 Uhr Treffen mit Alejandra, einer unserer Buddies, die wir einfach nur „Mami“ genannt nennen (kommt daher, dass sie sich immer treu um uns kümmert). Nach einer zweistündigen verschlafenen Busfahrt sind wir gegen ein Uhr in Tula, der Hauptstadt des Staates Hidalgo und Heimat Mamis angekommen. Dort wurden wir en directo von ihrem sehr netten Papi abgeholt und nachdem uns die Mami der Mami mit leckerem Huhn versorgt hatte, sind wir auch gleich weiter gefahren, um einige Pyramiden in der Nähe anzuschauen. Dabei kamen wir in einen- ja- doch sehr heftigen Regenguss, wodurch im Anschluss natürlich erstmal zwei Stunden bei Mami zuhause den Pascha raushängen lassen mussten. Abends gabs dann Tequila und Gewehre für alle!! (d.h. wir drei kamen in den Genuss, mal mit einer richtigen Schrotflinte zu ballern, echt krasse Erfahrung) Abendessen war in der Folge auf so einer Art Kirmes angesagt u den Abend ausklingen lassen haben wir in dem örtlichen Nachtclub, wo der Besitzer seinen Geburtstag mit Torte im Gesicht feierte.

Am nächsten Morgen 9:30 Uhr: Lammfleisch (Babacoa), Tacos, Fettsuppe und Konterbier mit der gesamten Familie!! Sozusagen ein Tagesstart nach Maß. Wie es sich für einen ordentlichen Ausflug aufs mexikanische Land gehört, mussten wir uns dann im Anschluss in den Sattel schwingen, um die wildesten Pferde zu zähmen :-) Auf alle Fälle auch eine sehr nette Erfahrung. Gegen 19 Uhr waren wir dann wieder in Mexiko City.

Fazit: Ein Wochende getreu dem Motto: „Straight Country Style“!!!

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..weil dem leider so ist, musste ich Dienstag vor einer Woche mit Riesensombrero und künstlichem Bigote (Schnauzer) einen Tag die Vorlesungen besuchen und jeweils ein Foto mit den Dozenten machen. Zum meinem Erstaunen haben die Lehrkräfte meine „Verkleidung“ in der Vorlesung gedultet und für viele Kommiltonen natürlich ein Grund mal wieder ordentlich zu lachen.

Am Abend, es war ja schließlich der 3. Oktober, wollten wir den Nationalfeiertag in einer deutschen Lokalität namens „Berlin“ feieren, jedoch hat sich Felix, werter Landsmann aus Hamburg, kurzum dazu entschlossen, eine Party zu organisieren, die dann doch sehr lustig war.

Sonntag abend, 20.30 Uhr – Zeit fürs wöchentliche „Bloggen“, wie Herr Artope zu sagen pflegt.

Das Wochenende fing, wie üblich, bereits für mich am Donnerstag abend an. Laura, eine unserer Buddies, feierte ihren Geburtstag in der Skybar, die sich im 45. Stock des hiesigen World Trade Center befindet und Donnerstag dadurch an Attraktivität gewinnt, dass man auf alle Flaschen 49 % Prozent Rabatt bekommt. Neben der üblichen Fiesta fällt mir spontan nichts wirklich Erwähnenswertes ein (Vielleicht die Tatsache, dass man einen fantastischen Blick über die Stadt hat, was sich jedoch von selbst erklärt, wenn man sich im 45. Stock aufhält, möchte ich mal meinen..)

Am Freitag tagsüber gechillt und ein wenig Sport getrieben( hatte ich mir nach der „anstregenden“ Woche verdient). Abends sind wir in eine Salsa-Discothek gegangen, in der ich einmal mehr meine hervorragenden Tanzkünste unter Beweis stellen konnte.

Samstag stand wieder ein Tagesausflug auf dem Programm. Ziel diesmal: Xochimilco, ein Stadtteil Mexiko Stadts, den man hier wegen seiner vielen Kanäle auch als „Klein-Venedig“ bezeichnet. Aufgrund dieser Tatsache sowohl für Einheimische als auch Touristen ein Anziehungspunkt. Dort mieteten wir uns dann ein kleines Boot und liesen uns entspannt durch die Flüsschen chauffieren. Während unserer Kapitän, Bootsmann, Chauffeur oder wie immer man ihn bezeichnen möchte körperliche Schwerstarbeit verrichten musste – sein einziges Hilfsmittel war ein langer Stock-, genossen wir das bunte Treiben auf den Kanälen, wo es jede Menge zu bestaunen gab: Mariachis und Tacco Küchen auf kleinen Kuttern, sich betrinkende Jugendliche und mexikanische Großfamilien. Insgesamt auf jeden Fall eine sehr lustige Angelegenheit, die wir auf jeden Fall wiederholen wollen (dann ausgerüstet mit mehr Flüssignahrung, Musik und einer größeren Meute partywilliger Leute :-) ). Am Abend dann zur Abwechslung wieder Skybar mit Lorena und ihren Freunden. ( Eine etwas blöde Angelegenheit, zweimal innerhalb drei Tage in den selben Club zu gehen, aber na ja war eben Teufel Zufall im Spiel,)

Heute sind Pipo und ich – nachdem wir nach einer weiteren nächtlichen Tour in Mariachi City recht lang ausgeschlafen hatten-  mit dem Metrobus ins Zentrum gefahren und sind dort den Paseo de Reforma, die wohl prächtigste Straße der Stadt, entlang flaniert. Die Strasse wird insbesondere durch zahlreiche moderne Hochhäuser und einige Statuen (von Kolumbus bis Hidalgo) geprägt. Im Anschluss sind wir ins Museo del Ripley gegangen, in dem es viele Kuriositäten zu bewundern gibt. Beispielsweise sieht man dort die Mona Lisa aus Toastbrot nachgebildet oder eine der größten Stickersammlungen der Welt.

Soweit mal zu vergangenem Wochenende. In den kommenden Tagen werde ich eine spaßige Wettschuld begleichen müssen und natürlich wollen wir am Dienstag den Nationalfeiertag gebührend feiern. Mehr dazu dann spätestens nächstes Wochenende an dieser Stelle.

Ach ja, Bilder kommen natürlich demnächst auch wieder jede Menge…nur Geduld nur Geduld

Am Freitag war es endlich soweit!! Endlich haben wir die Zeit gefunden zu „Lucha libre“ zu gehen. Lucha libre ist die mexikanische Version des Wrestlings, oder auch Catchen genannt. Es handelt sich hierbei um eine Art Showkampf, bei dem spektauläre Sprünge und Kampftechnicken zu bewundern sind. Diese Art des Kampfsports erfreut sich hier großer Beliebtheit und an vielen Straßenecken lassen sich die typischen „Lucha libre“- Masken kaufen. Nach dem Kartenerwerb auf dem Schwarzmarkt betraten wir einer der größten Hallen in Mexiko, in der bis zu 17.000 Menschen Platz finden und waren wirklich überrascht, wer sich dort so alles tümmelte. Neben den an solchen Orten üblichen „halbseitenen“ Gestalten, waren es in erste Linie Familien mit kleinen Kindern, Rentner oder auch frisch verliebte Paare, die allesamt im Verlauf des Abends mehr und mehr aus sich rauskamen und Sprüche wie „Töte ihn, Töte ihn“, „gib´s ihm hart“ oder auch „Lass ihn leiden“ zum Besten gaben. Mich erinnerte die Veranstaltung insbesondere an meine Grundschulzeit, wo mein Herz stark für diesen Sport geschlagen hat (Hulk Hogan und die „Catchkarten- Orgien“ im Pausenhof lassen grüssen). Im Anschluss begaben wir uns noch ins Roots, wo Dj Say-G, ein Mitstreiter hier an der ITAM aus dem Örtchen Vallendar( mehr Infos zu ihm unter www.mostwantedclub.de), auflegte.

Am nächsten Morgen um 5.30 Uhr fuhren Matthias und ich dann mit Laura nach San Miguel de Allende (ungefähr drei Stunden nördlich der Hauptstadt), um dort das einmal jährlich stattfindende Stierrennen mitzuerleben.  Diese Veranstaltung kann als mexikanisches Padon zu der in Pamplona bezeichnet werden (inklusive der traditionellen Kleidung bestehend aus weißem T-Shirt und rotem Halstuch). Nachdem wir circa zwei Stunden in der glühenden Hitze ausgeharrten und uns unter höchstem Einsatz einen einigermaßen ordentlichen Platz an der Strassenabsperrung ergattert hatten, ging die fröhliche „Stierhetze“ durch die Innenstadt los. Gegen meine anfängliche Meinung, stellte sich die Corrida doch als recht harmlose Veranstaltung heraus, da die Stiere relativ gelassen durch die Gassen liefen. Allerdings gab es auch ein paar Verletzte, deren Schicksal wohl auf eine Mischung auf erhöhten Alkoholkonsum, Überheblichkeit, Sonnenstich und einer gewissen Neigung zur Tierquälerei zurückzuführen sind. Im Anschluss daran ging die Party in den Gassen San Miguels dann so richtig los. Überall besoffene, knutschende, sich übergebende und fröhliche junge Menschen, deren Stimmung wir aufgrund mangelndem Schlaf und Kater des Abends zuvor nicht teilen konnten, so dass wir gegen vier Uhr nachmittags die Heimreise antraten. (ja ja ich bin schon so ein kleiner Langweiler nicht wahr?)

Am Sonntag legten wir (pipo, matze und ich) dann einen von uns so bezeichneten Familientag ein, der mit einem ausgiebigen Frühstück auf unserer Terasse begann und mit allerlei Kleinigkeiten endete :-) Darüber hinaus begaben wir uns ins Museum von Diego Rivera  (für alle diejenigen, die den Film „Frida“ gesehen haben: die beiden Häuser, die durch einen Steg miteinander verbunden sind und die von einem Zaun aus Kakteen umrandet sind) Allerdings keine so spannende Geschichte möchte ich mal meinen…

So in der bevorstehenden Woche erwartet mich dann wieder der Unialltag, bevor nächstes Wochenende wieder die Umgebung unsicher gemacht wird…..

Ufdada Ufdada

September 24, 2006

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Vergangenen Dienstag haben Jean Philippe und ich ein typisches deutsches Essen – Würstchen mit Kartoffelsalat-  für unsere Buddis organisiert, als kleines Dankeschön für die diverse Hilfestellungen, Ausflüge, Tipps etc. Neben diesem Gericht, konnte Jean Philippe noch durch die Zubereitung einer seiner typisch bayrischen Speisen, dem „O´batzten“ ( an dieser Stelle keine Gewähr für eventuelle Rechtschreibfehler :-) ) glänzen. Des Weiteren reichten wir deutsches Bier und typisches deutsches Liedgut sorgte für Heimatstimmung. Im Supermarkt haben wir zu unserem Erstaunen auch alle notwendigen Zutaten zu erschwinglichen Preisen bekommen, außer dem Bier, das uns pro Flasche circa. 2,50 Euro gekostet hat, aber na ja was soll´s. Obwohl meine Kochkünste -  für diejenigen unter euch, die mich etwas besser kennen keine Neuigkeit- doch eher beschränkt sind, so bin ich doch der Meinung, dass mir der Kartoffelsalat recht ordentlich gelungen ist, was von unseren Gästen voll und ganz bestätigt wurde ( auch wenn selbigen mit Sicherheit der Maßstab fehlt).

Nach einigen Tropfen Gerstensaft wurde dann noch zu den Wildecker Herzbuben geschunkelt und wir beide hatten am Ende den Eindruck, den vier Mädels ein Stück Deutschland näher gebracht zu haben.

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Vergangenen Donnerstag hatte ich die Möglichkeit Mariana, eine mexikanische Freundin, auf ein Familientreffen in einem kubanischen Tanzlokal zu begleiten. Nach entsprechender Menge alkoholischen Getränken wagte ich mich dann mit diversen Tanten, Schwestern und Omas auf die Tanzfläche um Salsa, Merengue und ähnliches darzubieten. Obwohl ich mich reglich bemühte, war ich wohl wie die berühmte Axt – nein schlimmer- die Kettensäge im Wald ( trotz meiner beiden Tanzkurse die ich im zarten Alter von 16 erfolgreich absolvierte). Nichtsdestotrotz natürlich für alle Beteiligten eine Riesengaudi..

Am Freitag waren Pipo und ich bei Lorena (andere mexikanische Freundin) zu so einer Art „Vorglühen mit Papa und Großeltern“ eingeladen. Somit hatten wir die Gelegenheit mal eine mexikanische Familie in ihrem Lebensraum kennenzulernen, der doch einen gewissen Grad an Spiesigkeit vorzuweisen hatte. Die Familie war jedoch sehr gastfreundlich und herzlich. Im Anschluss sind wir ins Zentrum von Coyoacan (Stadtteil in D.F.) gelaufen, wo wir dann um halb zwölf den Schrei der Unabhängikeit (VIVA MÉXICO!!!!) miterlebten. Dabei wurde mir erst bewusst, wie sehr wir Deutschen doch in Puncto „Feiern des Nationalfeiertages“ zurückhaltend sind. Hier in Mexiko wurde schon seit Wochen die halbe Stadt dekoriert und extra für den Grito gab es eine Art Kirmes inklusive aufwendigem Feuerwerk. Den Abend liessen wir abschliessend dann in einer Diskothek namens „Bulldog“ ausklingen, die mir insbesondere wegen dem überteuerten Eintritt ( 25 Euro!!!) und der für meinen Geschmack nicht wirklich erträglichen Rockmusik wohl eher negativ in Erinnerung bleiben wird.

Nächste Woche warten bereits die ersten Zwischenprüfungen auf mich, so dass ich wohl erstmal ein wenig die Bücher konsultieren sollte. Wie der aufmerksame Betrachter vielleicht schon festgestellt hat, habe ich – wie angekündigt- die Links zu Jean Philippe`s und Vladimir´s Seite online gestellt, auf der es weitere Bilder meiner Zeit hier zu betrachten gibt.

Soweit mal….

hasta luego

PS: über kommentare freue ich mich natürlich nach wie vor sehr !!!!

Partybilder des ersten Monats

September 17, 2006

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Meine Antwort auf diverse Kommentare seitens verschiedener Herren aus Asien, die hiermit hoffentlich für immer schweigen mögen :-)

Puebla 9.-10.9

September 13, 2006

Vergangenes Wochenende sind Matthias (ein sehr lustiger Schweizer aus St. Gallen) und meine Wenigkeit nach Puebla gereist, das ungefähr zwei Stunden Busfahrt südlich von Mexiko City liegt. Nach einer doch recht entspannten und vor allem billigen Fahrt haben wir uns direkt ins Zentrum begeben, um dort eine möglichst preiswerte Bleibe zu finden.

Das Stadtbild Pueblas ist, im Gegensatz zur Hauptstadt, vor allem durch Bauten aus der Kolonialzeit  und zahlreiche Kirchen geprägt und erweckt – trotz mehr als einer Millionen Einwohner – ein ziemlich ländliches Bild. (Wahrscheinlich wirken die meisten Plätze dieser Welt provinziell wenn man aus Mexiko City kommt :-) ) Neben bereits erwähnten Kirchen wird das Stadtbild Pueblas insbesondere von Volkswagen geprägt, das so ziemlich jedes Straßenschild der Innenstadt gesponsert hat und auch sonst omnipräsent ist. Die Orientierung in Puebla fiel uns dann doch ziemlich leicht, da die Straßen Schachbrett artig angeordnet sind und so klangvolle Namen wie “ 3. Weststrasse“ tragen.

Am Abend wollten wir dann das Nachtleben erkunden und haben dabei recht schnell festgestellt, dass die Einwohner Pueblas – zumindest die, die wir angesprochen haben – einen recht unfreundlichen Eindruck gemacht haben, was uns doch irgendwie überrascht hat. Am Ende dann sind wir allerdings in einer netten Lokalität gelandet.

Sonntags stand dann eine Museumstour auf dem Programm bevor wir uns um fünf Uhr mittags auf die Heimreise begeben haben.

Fazit aus Puebla: Eine Stadt die es sich durchaus zu besuchen lohnt, in der man aber nicht unbedingt länger als 48 Stunden bleiben muss ( es sei denn man ist von alten Kirchen begeistert).

An dieser Stelle danke für die Kommentare. Natürlich probiere ich die von euch angeregten Vorschläge (mehr bilder, bilder zum Vergrößern) zeitnah umzusetzen. Das Problem der Bilder habe ich heute mittag dahingehend gelöst als das die zukünftigen Schnappschüsse nun kleiner sind und ich daher mehr hochladen kann ( nach wochenlangem, intensiven Kampf mit meiner Digitalkamera, die ich trotz meiner überdurchschnittlichen technischen Fähigkeiten bis heute nicht „bändigen“ konnte). Meine werten Mitstreiter Jean Philippe und Vladimir sind gerade dabei, sich auch ihren eigenen Blog einzurichten, auf dem es dann mit Sicherheit zahlreiche Bilder gibt. Entsprechende Links natürlich hier vor Ort……